Historie  Redderse, das 1226 “Redelszem””, 1230 aber “Redessen” geschrieben wurde, ist von den Namensforschern mit “Zu den Häusern des Redig” gedeutet worden, womit der Hinweis auf den ersten Siedler, der vermutlich die Ahnherren des Geschlechts von Redese anführt, gegeben wird. Schon früh wurde das Kloster Wennigsen mit Gütern in Redderse ausgestattet und erhielt 1230 die Zehntrechte, die der Bischof von Minden, Arnold von Vahrenholz, erworben hatte. 1255 erwarb Conrad von Winninghausen zwei Höfe. Drei Hufen (90 Morgen) schenkte Bischof Wedeking am 30. März 1258, als er dafür vom Grafen von Pyrmont drei Hufen in Ahe bei Schaumburg empfing. Weitere drei Hufen schenkte am 17. September 1269 Herzog Johann von Braunschweig dem Kloster. Graf Gerhard von Schaumburg verschrieb 1258 das Obereigentum an einer Curie (Hof in Redderse), Ritter Sonrad von Suersen. Versall der Grafen von Roden schenkte 1293 eine Hufe und eine halbe Hufe erwarb das Kloster durch Tausch mit dem Kirchherrn Albert Hesse zu Leveste. Die Urkunde hierüber ist am 29. Juli 1363 ausgefertigt. Damit hatte das Kloster Wennigsen sich in Redderse zum größten Grundherrn entwickelt und konnte seine Vorrechte behaupten, als 1359 die Redderser Mark geteilt wurde. Neben der Äbtissin Jutta von Wunstorf waren die Pröpste der Klöster Barsinghausen, Marienwerder und Wennigsen, der Kirchherr zu Ronnenberg und von den hier mit Rechten und Privilegien ausgestatteten Rittern, die Herren von Alten, von Suersen, von Herbergen und die Freiherren Knigge anwesend, als die Mark in zwei Teile und die Schnede festgelegt wurden. Es ging dem Kloster um die Weidegerechtigkeit, doch wurde das lüttke und das grote Oberfeld fortan dem Klosterschäfer vorenthalten.